Gravity SMTP WordPress Plugin: API-Key-Leck ausgenutzt
Eine Sicherheitslücke im Gravity-SMTP-Plugin für WordPress legt API-Keys offen. Hacker nutzen die Schwachstelle aktiv aus. So schützen Sie Ihre Seite.

Was ist passiert?

Angreifer nutzen eine kürzlich gepatchte Sicherheitslücke im WordPress-Plugin Gravity SMTP aus. Das Plugin ist auf rund 100.000 Websites installiert und dient dem Versand von E-Mails über SMTP-Dienste. Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-4020 (CVSS-Score 5.3) erlaubt es nicht authentifizierten Angreifern, vertrauliche Daten wie API-Schlüssel, OAuth-Tokens und Geheimnisse aus den Konfigurationsdateien des Plugins zu extrahieren.
Wie funktioniert der Angriff?

Die Lücke betrifft eine unsichere Datenbankabfrage in der Plugin-Logik. Indem Angreifer speziell präparierte HTTP-Anfragen senden, können sie die geschützten Einstellungen auslesen. Das Problem: Viele Website-Betreiber haben das Update noch nicht eingespielt. Die Angreifer scannen gezielt nach verwundbaren Versionen und extrahieren die API-Keys.
Ein betroffener Administrator berichtet: „Wir haben innerhalb von Stunden nach dem öffentlichen Patch mehrere Zugriffsversuche auf die API-Config-Daten gesehen.“
Welche Daten sind betroffen?
Im Klartext können folgende Daten abfließen:
- SMTP-Anmeldedaten (Benutzername, Passwort)
- API-Keys von E-Mail-Diensten wie Mailgun, SendGrid oder Postmark
- OAuth-Tokens für Google Workspace oder Microsoft 365
- Verschlüsselungsschlüssel und andere Geheimnisse
Mit diesen Keys können Angreifer E-Mails in Ihrem Namen versenden, auf Ihre Dienste zugreifen oder sogar weitere Systeme kompromittieren.
Sind Sie betroffen?
Prüfen Sie sofort, welche Version von Gravity SMTP auf Ihrer WordPress-Seite läuft. Das Plugin-Update auf Version 1.4.5 oder höher schließt die Sicherheitslücke. Zögern Sie nicht – die Angriffe laufen bereits.
So gehen Sie vor:
- Loggen Sie sich in Ihr WordPress-Backend ein.
- Navigieren Sie zu Plugins → Installierte Plugins.
- Suchen Sie nach „Gravity SMTP“ und aktualisieren Sie es.
- Wechseln Sie alle API-Keys und OAuth-Tokens, die über das Plugin konfiguriert waren.
Was sagt der Entwickler?
Das Entwicklungsteam hat den Patch am 14. März 2026 veröffentlicht. In den Release-Notes heißt es: „Diese Version behebt ein Sicherheitsproblem, das potenziell sensible Daten offenlegen könnte. Wir empfehlen allen Nutzern ein sofortiges Update.“
Weitere Schutzmaßnahmen
Neben dem Update sollten Sie folgende Punkte beachten:
- Regelmäßige Sicherheitsaudits durchführen.
- API-Keys in Umgebungsvariablen auslagern, nicht in der Datenbank speichern.
- Ein Web Application Firewall (WAF)-Plugin wie Wordfence installieren.
- Backups Ihrer Website machen, bevor Sie Updates einspielen.
Mehr zum Thema WordPress-Sicherheit finden Sie in unseren Artikeln unter WordPress Sicherheit und Plugin Schwachstelle.
Fazit
Die Sicherheitslücke in Gravity SMTP ist ernst, aber leicht zu beheben. Handeln Sie sofort. Wenn Sie API-Keys kompromittiert haben, tauschen Sie diese aus. Und denken Sie daran: Ein Plugin ist nur so sicher wie sein letztes Update.
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