CVE-2026-45659: Microsoft schließt kritische SharePoint-L…
Die Sicherheitslücke CVE-2026-45659 in SharePoint ermöglicht Remote-Code-Ausführung. Microsoft hat Updates für mehrere Server-Versionen veröffentlicht. …

Was ist CVE-2026-45659?

Microsoft hat Updates veröffentlicht, um eine Sicherheitsanfälligkeit in SharePoint zu beheben. Die Schwachstelle trägt die Bezeichnung CVE-2026-45659 und hat einen CVSS-Score von 8,8 – das ist „hoch“. Das Problem: Eine Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten in Microsoft Office SharePoint ermöglicht es Angreifern, Code aus der Ferne auszuführen. Keine speziellen Bedingungen nötig. Das macht die Lücke besonders gefährlich.
Betroffen sind mehrere Versionen von SharePoint Server, darunter SharePoint Enterprise Server 2016, SharePoint Server 2019 und SharePoint Server Subscription Edition. Wer eine dieser Versionen einsetzt, sollte sofort handeln.
Wie funktioniert der Angriff?

Ein Angreifer kann die Schwachstelle ausnutzen, indem er speziell gestaltete Daten an einen anfälligen SharePoint-Server sendet. Der Server deserialisiert diese Daten dann ohne ausreichende Prüfung – und führt Schadcode aus. Das Ganze ohne Authentifizierung? Nein, aber die Hürden sind niedrig. Microsoft stuft die Ausnutzbarkeit als „eher wahrscheinlich“ ein.
Sie fragen sich, ob Ihre Umgebung gefährdet ist? Wenn Sie SharePoint lokal betreiben, lautet die Antwort: Ja. Prüfen Sie umgehend, ob Sie die aktuellen Patches installiert haben.
Welche Versionen sind betroffen?
Die Liste der betroffenen Produkte ist lang. Hier die wichtigsten: SharePoint Foundation 2013, SharePoint Server 2016, SharePoint Server 2019, SharePoint Server Subscription Edition. Auch SharePoint in Microsoft 365 ist laut Microsoft nicht betroffen – die Cloud-Version wird separat gewartet. Aber Vorsicht: Hybrid-Szenarien könnten angreifbar sein.
Patches und Maßnahmen
Microsoft hat die Updates im Rahmen des regulären Patch-Day im Microsoft Security Response Center bereitgestellt. Sie finden die Patches im Microsoft Update-Katalog oder über Windows Server Update Services. Installieren Sie sie sofort – das ist kein Rat, den Sie ignorieren sollten.
Neben dem Patch empfiehlt Microsoft, die Deserialisierungsfunktion in SharePoint zu deaktivieren, falls möglich. Prüfen Sie ausserdem Ihre Firewall-Regeln. Beschränken Sie den Zugriff auf den SharePoint-Server auf vertrauenswürdige IP-Adressen. Klingt nach Grundschutz, ist aber in diesem Fall überlebenswichtig.
Die Sicherheitslücke CVE-2026-45659 ist kein Einzelfall. Immer wieder treten Deserialisierungsfehler in Microsoft-Produkten auf. Das zeigt: Patchen allein reicht nicht. Sie brauchen ein durchdachtes Sicherheitskonzept.
Bewertung und Ausblick
Ein CVSS-Score von 8,8 ist ernst. Aber warum stuft Microsoft die Schwachstelle nur als „Important“ ein, nicht als „Critical“? Die Begründung: Für einen erfolgreichen Angriff ist eine Authentifizierung nötig – aber nur auf Benutzerebene. Das ist eine Hürde, aber keine hohe. Jeder authentifizierte Nutzer – auch ein kompromittiertes Konto – kann die Lücke ausnutzen. Das macht sie in der Praxis kritischer als die Einstufung vermuten lässt.
Meine Einschätzung: Diese Lücke sollten Sie priorisieren. Wenn ein Angreifer erst einmal im Netzwerk ist, kann er mit CVE-2026-45659 leicht seitwärts in SharePoint eindringen. Und von dort aus ist der Weg zu sensiblen Daten kurz. Handeln Sie jetzt – nicht nächste Woche.
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